Trump twittert – Preise steigen

Einmal mehr zeigte sich gestern, wie unmittelbar ein Tweet des US-Präsidenten die Ölpreise beeinflussen kann. Donald Trump verkündete gestern über das soziale Netzwerk, dass man einem Deal mit China sehr nahe sei. Die wenigen Worte reichten aus um neue Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit zu schüren und die Ölpreise schnellten in die Höhe. Mit ihnen steigen damit heute auch die Ölrpeise in Deutschland.

 

Kommt der immerwährende Handelsstreit nun doch zu einem Ende?

Seit fast zwei Jahren streiten sich die USA und China über Handelsfragen. Es geht unter anderem um amerikanische Agrarimporte und den Vorwurf des Diebstahls geistigen Eigentums. Die beiden Wirtschaftsriesen überziehen sich seitdem gegenseitig mit Strafzöllen in Milliardenhöhe.

 

Im Klima der sich sowieso schon abkühlenden Konjunktur ächzt die Weltwirtschaft unter den Strafzöllen, bremsen sie doch das sowieso schon geringe Wirtschaftswachstum noch weiter aus. Die Ölpreise reagieren dadurch recht sensibel auf Neuigkeiten zum Handelsstreit, denn mit geringem Wirtschaftswachstum sinkt auch das Ölnachfragewachstum und die Preise sinken.

 

Da die meisten Experten für das kommende Jahr auch noch mit einer Überversorgung an Rohöl rechnen, die die Preise zusätzlich belastet, kam Donald Trumps Tweet nun gerade recht, um die Marktteilnehmer in etwas positivere Stimmung zu versetzen. Der US-Präsident verkündete, man sei einem Deal sehr nahe und die Ölrpeise schossen sofort in die Höhe.

 

Die Hoffnung beschränkt sich nicht nur auf die Finalisierung eines Deals sondern auch auf den Abbau der bestehenden Strafzölle. Am Wochenende sollten diese eigentlich in eine neue Runde gehen und chinesische Waren mit einem Importvolumen von 156 Mrd. Dollar treffen.

 

Neuesten Meldungen zufolge könnte es aber heute schon zu einer Einigung kommen, die mit einer Rückführung der bestehenden Zölle um bis zu 50 Prozent einher gehen würde. Voraussetzung wäre, dass China in 2020 Agrarprodukte mit einem Gesamtwert von 50 Mrd. Dollar den USA bezöge, hieß es von der US-Regierung. Sollte dies tatsächlich so umgesetzt werden, dürfte das die Ölpreise ordentlich anschieben.

 

Ausblick

Verbraucher müssen heute mit relativ deutlichen Aufschlägen rechnen. 100 Liter kosten heute etwa +0,30 bis +0,45 Euro mehr als gestern morgen.

Quelle: www.futures-services.com